Time to shine

Anna-Lottes Hottehü ist jetzt drei Wochen auf Rollkur in Bad Salzuflen
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Horni Weiblich
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Re: Time to shine

Beitrag von Horni » Di 15. Aug 2017, 10:59

Oh ja, ich bin auch sehr der Typ für diese Mittelgrößen, kann ich total verstehen!

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Mareike Weiblich
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Re: Time to shine

Beitrag von Mareike » Di 15. Aug 2017, 11:24

Viola hat geschrieben: Er hat mir dann immer mehr Stellen gezeigt, die UNBEDINGT gekratzt werden müssen und das Süßeste war wirklich, dass er mich zurück gekrault hat. Ganz vorsichtig hat er an meiner Schulter und meiner Jacke rumgezupft und es sichtlich genossen.
Oh das ist ja süß und ein schöner Vertrauensbeweis! <3 Cassy hat mir letztens auch ne neue Stelle gezeigt (oben auf der Kruppe) und wenn ich sie an der Mähne kraule, krault sie mich auch gerne im Nacken zurück. :)
Viola hat geschrieben: Das Longieren haben wir neu aufgebaut, beim reiten habe ich "einfach nur" mit Verlaufslob und Clicks gearbeitet, da hat irgendwie die Faulheit gesiegt. Mit Daikiri möchte ich dann von Anfang an alles über positive Verstärkung erarbeiten und werde mir dafür auch den Kurland-Kurs holen, der mich inzwischen mehrfach empfohlen wurde. Damit werde ich dann hoffentlich einen guten Leitfaden haben und den Rest selber hinkriegen, denn Trainer gibt es hier praktisch nicht.
Ah über das Verlaufslob hab ich gerade einen Artikel gesehen, den muss ich dann auch nochmal lesen.
Hast du ne Anleitung für das Longieren gelesen/gesehen? Ich habe da mal mit Sady drüber gesprochen, aber ich müsste mir einen Plan für die Umsetzung machen damit es auch vernünftig klappt.
Den Kurland-Kurs kenne ich nicht, muss ich mal googeln. :) Trainer sind wirklich schwer zu finden, das sagte meine Trainerin auch (leider ist sie auch etwas weiter weg) und fragte deshalb, ob ich die Ausbildung zum TOP-Trainer bei ihr machen will. Aber die ist eben auch teuer und zeitaufwändig...

Die Mittelgröße find ich auch klasse! (y)

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Kri Weiblich
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Re: Time to shine

Beitrag von Kri » Mi 16. Aug 2017, 22:30

Was ein Hübscher! <3 Ich drücke dir ganz doll die Daumen, dass das Clickertraining weiterhin so viel Erfolg hat. :)


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Viola Weiblich
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Re: Time to shine

Beitrag von Viola » Di 22. Aug 2017, 22:17

Horni hat geschrieben: Oh ja, ich bin auch sehr der Typ für diese Mittelgrößen, kann ich total verstehen!
Ich finde auch, dass die einfach perfekt sind :D Nicht zu groß und nicht zu klein :D Große Pferde sind einfach nichts für mich.
Mareike hat geschrieben: Oh das ist ja süß und ein schöner Vertrauensbeweis! <3 Cassy hat mir letztens auch ne neue Stelle gezeigt (oben auf der Kruppe) und wenn ich sie an der Mähne kraule, krault sie mich auch gerne im Nacken zurück. :)
Ah über das Verlaufslob hab ich gerade einen Artikel gesehen, den muss ich dann auch nochmal lesen.
Hast du ne Anleitung für das Longieren gelesen/gesehen? Ich habe da mal mit Sady drüber gesprochen, aber ich müsste mir einen Plan für die Umsetzung machen damit es auch vernünftig klappt.
Den Kurland-Kurs kenne ich nicht, muss ich mal googeln. :) Trainer sind wirklich schwer zu finden, das sagte meine Trainerin auch (leider ist sie auch etwas weiter weg) und fragte deshalb, ob ich die Ausbildung zum TOP-Trainer bei ihr machen will. Aber die ist eben auch teuer und zeitaufwändig...

Die Mittelgröße find ich auch klasse! (y)
Ich finde das auch immer total süß, wenn die Pferde so zurückkraulen. Leider zuweilen halt auch eher unsanft, Mona ist da so eine Kandidatin, die dann herzhaft krault :D Und ich hab dann Tränen in den Augen und begebe mich außerhalb ihrer Reichweite :D
Das Longieren hab ich mehr so nach Gefühl und kleinen Anregungen wie dem Pylonenkreis neu aufgebaut, bei Daikiri werde ich mich dann an den Kurland-Kurs halten :)
Wer ist denn deine Trainerin? :)
Kri hat geschrieben: Was ein Hübscher! <3 Ich drücke dir ganz doll die Daumen, dass das Clickertraining weiterhin so viel Erfolg hat. :)
Vielen Dank!



Vielleicht ist es mal wieder Zeit für einen kleinen Bericht.
Letzte Woche war ich Mittwoch und Donnerstag und dann nochmal Samstag bei Daikiri. Am Mittwoch haben wir einfach nur unser Standardzeug geübt, Target, etwas folgen, berühren. Das klappte wirklich gut, auch wegführen (ohne Strick) von den anderen. Das hat er alles echt schnell verstanden und das Clickern nimmt er wirklich super an! Am Donnerstag wurde er dann geimpft. Als er gesehen hat, dass ich nicht alleine komme, gingen bei ihm anscheinend schon die Alarmglocken, denn anders als sonst kam er nur seehr zögerlich zu mir, obwohl die Tierärztin extra weggeblieben ist. Ich hab ihr vorher noch erzählt, womit er so Probleme hat, damit sie vorsichtig an ihn ran geht und wartet, bis ich sage, dass es passt. Bewaffnet war ich mit viel Futter, die Tierärztin hatte auch welches zum Einschleimen. Er kam dann zögerlich zu mir her, ich habe ihn am Halfter festgehalten und als er ruhig stand und dafür gefeiert wurde, hab ich die Tierärztin dazukommen lassen. Er hat direkt den Rückwärtsgang eingelegt, allerdings hing ja ich am Halfter. Ich hab nicht gegengehalten, aber halt auch nicht losgelassen. Als er stehenblieb hab ich direkt ganz viel gelobt und dann mit Futter gestopft so viel es ging, damit er stehen bleibt. Das ging dann ganz gut, bis die Nadel kam, da fing er an zu rennen. Hat sich dann aber wieder eingekriegt, der Gute. Leider brauchte er danach noch eine Spritze, weil die Tierärztin die Influenza-Tetanus-Kombiimpfung nicht dabei hatte. Das war dann schon schwieriger, weil er ja eh schon skeptisch war. Am Ende hat es dann aber auch gut geklappt. Er ist halt viel um mich rumgekreiselt, hat sich aber auch immer wieder beruhigen lassen und dann sein Futter gefressen. Als die Tierärztin durch war, hab ich ihn erstmal entlassen und dachte, dass er mich sicher nicht nochmal anschaut an diesem Tag :D 15 Minuten Gespräch mit der Tierärztin später bin ich nochmal auf die Koppel gestiefelt und er kam begeistert an und wollte Streicheleinheiten. War also wohl doch nicht so schlimm.

Am Samstag haben wir dann nochmal deutliche Fortschritte gemacht. Er kam von der Mitte der großen Koppel vor ans Tor, als er mich bemerkt hat und war Feuer und Flamme für alles :D Er lief mir begeistert nach, stupste das Target begeistert an und fand es auch toll, dass ich ihn gekrault habe. Er ist da echt total dankbar, voll niedlich. Da hatten wir echt ein Erfolgserlebnis nach dem anderen. Besonders, dass er ohne zu zucken von den anderen Pferden weggeht ist echt toll. Ich hab es dann zum ersten Mal geschafft, dass er es zugelassen hat, ihn an der Kruppe und am Rücken zu berühren und konnte auch mal die Beine abstreichen. Da hat er direkt die Hufe gegeben, sehr vorbildlich, aber war ja an sich gar nicht mein Ziel :D Er ist inzwischen auch echt anhänglich, manchmal kriecht er mir fast auf den Schoß :D Ein ganz toller Kerl, wirklich!

Heute war ich dann das erste Mal diese Woche da und eine Begrüßung gab es dieses Mal "nur" auf die letzten Meter. Anschließend war aber sein Eifer auch direkt wieder geweckt. Er folgte mir dieses Mal auf Fingerzeig und war total begeistert, dass es fürs Nachlaufen auch noch Leckerlies gab. Zum ersten Mal in den drei Wochen habe ich auch eine Bürste zum Putzen dabei gehabt. Er hat sie SEHR skeptisch beäugt und wollte sie lieber nicht an sich haben. Ich hab ihm dann einfach Zeit gegeben, das Berühren bestärkt und nach zweimal fand er die Bürste dann super - kratzen am Kopf mit Bürste fand er am besten, da hat er sich richtig dran gerieben :D Die Bürste hat dann auch irgendwie den Knoten gelöst und ich konnte problemlos hinter seiner Schulter stehen und er hat es genossen, gebürstet zu werden. Auch an der Hinterhand bürsten war kein Problem, nur weiter hintergehen durfte ich nicht. Aber gut, er ist ja nicht so lang, dann streck ich halt den Arm. Es ist eh toll, dass er so schnell gemerkt hat, dass ich eigentlich nur angenehme und tolle Sachen mache und schon so viel mehr zulässt als vor drei Wochen, wo wir ihn geholt haben. Er ist wirklich unglaublich schlau und lernt verdammt schnell! Er wollte mir dann auch gar nicht mehr von der Seite weichen und hat sich selbständig seitlich neben mich gestellt, während er anfangs IMMER nur mit Kopf in meine Richtung (und demnach mit Hintern von mir weg) stand. Wahnsinn :)


Dann noch Worte zu Mona, die Süße hat es auch verdient :)
Sie macht sich momentan relativ gut. Wir haben nun wieder etwas aktiver das Longieren angefangen und es klappt richtig gut! Am Sonntag bin ich auch mal wieder Dressur geritten (das lasse ich auch echt schleifen) und es war UNGLAUBLICH! Sie lief so gut, richtig locker und so sensibel an den Hilfen! Echt toll, besonders dafür, wie wenig wir arbeiten. Steif ist sie auch nicht, die Bodenarbeit und das Longieren ist wohl nicht ganz katastrophal, dass sie dabei so locker bleibt. Auch im Gelände ist sie momentan gut drauf, fleißig und motiviert. Im Gelände gibt es jetzt keine Clicks und Leckerlies mehr, aber dafür den Gras-Marker und Gras als Belohnung. Seitdem ist sie im Gelände so viel besser drauf, weil Gras für sie halt einfach das Allergrößte ist - bekommt sie ja doch nur sehr rationiert. Ich bin jedenfalls durchweg zufrieden mit ihr momentan und verlasse den Stall unabhängig von meiner vorherigen Laune immer lächelnd :)


Hab ich das Video von Daikiri mit der ganzen Herde schon gezeigt? Die Jährlinge stehen mit den Zwei- und Dreijährigen auf der Koppel, in den Laufställen aber nach Alter getrennt. An dem Tag (nach einer Woche an dem Stall) war es das erste Mal so weit und ich habe gefilmt :)

https://youtu.be/SYlR13RsAZ0

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Kri Weiblich
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Re: Time to shine

Beitrag von Kri » Do 24. Aug 2017, 22:55

Ich finde es sehr sehr gut, dass er dir schon so viel Vertrauen schenkt! (dir & dem Essen :D
Gerade Tierarzt ist ja immer ein Thema, schon bei Pferden mit Vertrauen & ohne schlechte Erfahrungen hat der TA teils schlechte Karten. Deswegen bin ich sehr froh, dass er nicht ganz durchgedreht ist, dir vertrauen geschenkt hat & auch in den Tagen danach so zutraulich zu dir war :)

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Mareike Weiblich
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Re: Time to shine

Beitrag von Mareike » Fr 25. Aug 2017, 09:25

Deine Berichte hören sich echt klasse an. =)
Das Thema Tierarzt kann man ja auch gut üben, in dem Buch "Clickerfitte Pferde" gibt es einen ganzen Teil über das sogenannte Medical Training. Das ist ehct super, gerade für Pferde mit so schlechter Erfahrung. Oder wenn du bei Facebook bist - Sady von Motionclick hat dazu auch ein paar Videos, ich erinnere mich gerade an das wo es um das Verabreichend er Wurmkur geht.
Viola hat geschrieben: Wer ist denn deine Trainerin? :)
Nina Steigerwald ist das.
Viola hat geschrieben: Seitdem ist sie im Gelände so viel besser drauf
Wie war sie denn vorher drauf? Die Idee mit dem Gras als Belohnung ist ne gute Sache!


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Re: Time to shine

Beitrag von Viola » Di 17. Okt 2017, 20:56

Mareike hat geschrieben:Deine Berichte hören sich echt klasse an. =)
Das Thema Tierarzt kann man ja auch gut üben, in dem Buch "Clickerfitte Pferde" gibt es einen ganzen Teil über das sogenannte Medical Training. Das ist ehct super, gerade für Pferde mit so schlechter Erfahrung. Oder wenn du bei Facebook bist - Sady von Motionclick hat dazu auch ein paar Videos, ich erinnere mich gerade an das wo es um das Verabreichend er Wurmkur geht.
Viola hat geschrieben: Wer ist denn deine Trainerin? :)
Nina Steigerwald ist das.
Viola hat geschrieben: Seitdem ist sie im Gelände so viel besser drauf
Wie war sie denn vorher drauf? Die Idee mit dem Gras als Belohnung ist ne gute Sache!
Das Problem am Medical Training ist aktuell, dass er rein gar kein Problem damit hat, wenn ich irgendwas mache. Sein Problem fängt an, wenn eine zweite Person dazukommt und er sich in die Ecke gedrängt fühlt. Und das Problem in der Form hatten wir bisher auch immer nur mit Leuten, die wirklich was wollten (Hufpflegerin und Tierärztin), mit allen anderen klappt's super - mit meinem Freund, meiner Schwester, einer Freundin... :D
Nina Steigerwald finde ich super :)
Sie war mega gestresst im Gelände. Das war bis zum Umstieg auf positive Verstärkung gar nie ein Problem, aber anscheinend war ihre ganze Coolness im Gelände eigentlich nur erlernte Hilflosigkeit, seit sie weiß, dass sie zeigen darf, wenn sie nervös ist (früher hat sie dafür, also bevor sie zu mir kam, immer Prügel bekommen) bleibt sie ganz viel stehen, guckt nervös rum und passt oft auf alles auf, aber nicht auf mich. Es hat ganz, ganz lange gedauert, bis sie überhaupt wieder ohne ein zweites Pferd ins Gelände ist und es funktioniert immer noch nicht wieder wirklich gut. Schon so, dass man mal eine kleine Runde schafft, aber sie ist dabei teils nahezu panisch :(
Kri hat geschrieben:Ich finde es sehr sehr gut, dass er dir schon so viel Vertrauen schenkt! (dir & dem Essen :D
Gerade Tierarzt ist ja immer ein Thema, schon bei Pferden mit Vertrauen & ohne schlechte Erfahrungen hat der TA teils schlechte Karten. Deswegen bin ich sehr froh, dass er nicht ganz durchgedreht ist, dir vertrauen geschenkt hat & auch in den Tagen danach so zutraulich zu dir war :)
Danke :)


Hach, hab ich schon lange nix mehr gepostet :D Deswegen hier mal ein etwas längeres Update (kopierter Text, also nicht wundern :D ):

Hallo alle zusammen!

Ich dachte, es wäre mal wieder ganz gut, euch ein Update zu Mona und Daikiri zu geben :-)

Fangen wir vielleicht mal mit Daikiri an, der kam jetzt oft etwas zu kurz, auch, weil ich mit ihm natürlich auch weniger mache als mit Mona. Daikiri hat sich über die letzten Wochen nochmal richtig gut entwickelt. Er ist viel aufgeschlossener geworden und auch anhänglicher. Halftern war eine ganze Zeit lang ganz böse, inzwischen kann ich es ihm sogar ganz normal über die Ohren ziehen, ohne, dass ich es oben an der Schnalle öffnen muss. Darauf bin ich schon richtig stolz. Auch kurze Führübungen haben wir begonnen, die wirklich gut klappen. Er läuft mir sowieso hinterher, aber ich wollte natürlich, dass er richtiges Führen am Strick auch mal kennenlernt und vorallem auch die Hilfen verstehen lernt. Er macht sich dabei wirklich gut. Putzen findet er richtig gut, damit kann man ihn immer für sich gewinnen. Er reagiert inzwischen auch nicht mehr, wenn ich an die Hinterhand gehe oder seinen Schweif bürste, meistens grast er einfach weiter, während ich putze. Das ist sehr schön zu sehen.
Hufe geben ist leider nicht so seines und da tu ich mir mit dem Üben auch schwer, weil es auf der Koppel oft matschig und demnach echt ungut zum Stehen ist, während in der Box halt die anderen Pferde so nah sind, dass er oft darauf konzentriert ist, denen ich Zweifel auszuweichen. Das finde ich auch nachvollziehbar, aber es erschwert das üben eben sehr. Er steht mittlerweile auch nicht mehr mit de anderen drei Jährlingen zusammen, weil er mit diesen einfach nicht richtig klar kam. Deswegen steht er nun bei den Zweijährigen und es ist sehr harmonisch. Man merkt, dass er sich mit denen wohler fühlt. Er ist auch ziemlich dominant, ich würde sogar sagen, der Ranghöchste. Nachdem nun auch die Drei- und der verbliebene Vierjährigen weg sind, merkt man nochmal mehr, wie hoch Daikiri ist. Ich bin gespannt, ob das noch ein Problem gibt, im Prinzip ist er ja mit der Jüngste.

Aber soweit bin ich eigentlich sehr zufrieden. Es gibt schon noch Baustellen, die aber hauptsächlich eine zweite Person (Tierarzt, Hufpflegerin) beinhalten, was schwer zu üben ist, da er sich bei mir nahezu alles gefallen lässt, andere Personen aber nicht mal wirklich an sich heranlässt. Eine blöde Kombination, besonders weil Tierarzt und Hufpflegerin ja eher essentiell sind.
Mein weiterer Plan mit ihm ist es, die Dinge, die ich jetzt übe, weiter zu festigen, ihn Ende März/Anfang April kastrieren zu lassen und dann im Sommer, wenn die Hormone sich reguliert haben, den Stall zu wechseln zu Monas neuem Stall. Da würde ich dann weitergehendes Training aufnehmen, weil die Bedingungen da einfach besser sind. Im Aufzuchtstall habe ich nicht mal die Möglichkeit, ihn aus der Box zu führen, weil dann einfach noch vier andere Pferde mitrennen und nicht mehr reingehen. Das ist halt ziemlich kontraproduktiv.


Dann kommen wir mal zum großen Pferd :-D
Die schlägt sich ganz wacker momentan und ist meistens sehr motiviert, was mich natürlich freut. Unter dem Sattel läuft sie momentan unwahrscheinlich gut und auch bei der Bodenarbeit macht sie immer eine gute Figur. Wir üben gerne spanischen Schritt momentan, Crunches, Kompliment und unsere neueste Übung ist Hinterhuf mit der Nase berühren. Das klappt noch nicht ganz, aber es bewegt sich in die richtige Richtung - sie hebt schon den Huf nach vorne und dreht den Kopf hinter. Nur berühren tut sie den Huf noch nicht, aber ich denke, mit Geduld und Spucke wird das auch noch.

Wann immer es das Wetter zuließ, haben wir auch Ausritte gemacht. Der letzte Ausritt am Sonntag ist leider dann etwas eskaliert. Wir hatten eine Freundin am Nachbarhof abgeholt und Mona hatte mit diesem Pferd irgendwie ein Problem. Wir lösten das dann, indem Mona ganz vorne, Walentino in der Mitte und das andere Pferd (Lamballe) ganz hinten lief. Beim ersten Galopp war Mona sehr flott, aber noch zu halten, von da ab ging es aber stetig bergab. Sie und Walentino pushten sich gegenseitig immer weiter hoch, bis keiner von beiden mehr ruhig laufen wollte. Lamballe war erst recht unbeeindruckt, ließ sich dann aber leider auch anstecken. So hatten wir dann drei sehr hibbelige Pferde und schafften nicht mal mehr einen gesitteten Trab. als wir es versuchten war Mona an zweiter Stelle, lief plötzlich seitwärts und schoss mir dann im Galopp davon. Da Walentino früher richtige Rennen gelaufen ist, wusste ich, dass ich irgendwie verhindern muss, dass Mona an ihm vorbeirennt - der wäre sonst kopflos mitgerannt. Auch Lamballe ließ sich anstecken und wollte rennen. Ziemlich verzweifelt über die Machtlosigkeit habe ich einfach versucht, Mona weg vom Weg in das Feld zu lenken, damit sie nicht mehr auf Walentino zurennt. Erst hat sie nicht reagiert, dann aber doch dem sehr einseitigen Zug auf dem Zügel nachgegeben und dann auch gebremst. Wir sind danach nur noch Schritt gegangen, was auch eher unentspannt war. Ich habe Mona dann zurückfallen lassen und dann hat sie sich endlich wieder beruhigt. Ich konnte ihr dann auch direkt die Zügel lang lassen und alles war wieder gut. Was genau zuvor los war, weiß ich leider nicht, das ist mir mit ihr auch noch nie passiert. Es hat mich hinterher sehr geärgert, dass es so eskaliert ist und ich mache mir immer noch Vorwürfe, dass ich das nicht früher schon abgebrochen habe um heim zu reiten.

Ansonsten haben wir natürlich auch Hängertraining gemacht, über die letzten Wochen dann nicht mehr so oft, weil es so gut klappte. Das letzte Training vorm Umzug (Samstag ist es schon so weit!) habe ich dann gestern gemacht. Sie geht inzwischen selbständig rein, ich kann die Stange hinter ihr schließen, Lärm machen und sie klopfen und sie steht wie eine Eins. Ich bin sehr zufrieden damit. Zur Belohnung gibt es immer eine Handvoll Hafer aus dem Trog im Hänger, was wohl die richtige Belohnung ist. Vom Hänger möchte sie inzwischen nicht mehr weggehen und sie versucht auch schon beim Aufmachen der Rampe, direkt reinzulaufen, weil sie sich so freut. Wenn man bedenkt, dass es eine Zeit gab, wo sie nicht mal in die Nähe gegangen ist... :-D Ich hoffe also, dass es am Samstag ebenso problemlos klappt und ich sie alleine verladen kann. Walentino und Mona fahren getrennt mit dem Hänger, da Walentino beim Versuch, ihn zu Mona zu stellen, leider auf Mona losgegangen ist. Ich vermute er hat aufgrund seine Rennkarriere ein ziemliches Trauma was das Zusammensein mit anderen Pferden auf sehr engem Raum angeht. Er verhält sich auch im Hänger etwa so, wie Pferde in der Startbox - geht mit dem Hintern runter, steht vorne an der Stange an und rennt auf der Stelle. Sein Umzug dürfte um einiges spannender werden als Monas, denn Walentino hat wahnsinnigen Stress im Hänger. Auch wenn er mittlerweile gut einsteigt, kam Alex in über einem Monat üben nicht dazu, die Stange mal ansatzweise zu schließen, weil er immer richtig panisch rausgerannt ist. Sie hat ihn da nun etwas desensibilisiert, die Stange aber eben nie wirklich zugemacht, lediglich das Geräusch gemacht und ihn mit der Stange berührt. Wir sind gespannt, wie es laufen wird und ich werde euch wieder berichten :-)

Im Anhang noch ein paar Fotos, auf dem Foto vom Ausreiten (von Sonntag) zu sehen (v.l.n.r.): Mona mit mir, Walentino mit Alex, Lamballe mit Laura. Der Rest sind nur ein Auszug aus angesammelten Handyfotos der letzten drei bis vier Wochen :D Man darf leider nur drei Fotos anhängen, sorry :D Aber bei Interesse lade ich gerne mal welche auf meinen Webspace, dann kann ich mehr zeigen :)
Dateianhänge
reistue_3.jpg
reistue_2.jpg
reistue_1.jpg

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Kri Weiblich
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Re: Time to shine

Beitrag von Kri » Sa 21. Okt 2017, 20:22

Das Hufe geben werdet ihr auch noch hinbekommen, ganz bestimmt! Da glaube ich an euch & an deine Geduld :)

Der Ausritt war ja wirklich eine "kleine" Katastrophe. Aber mach dir keine zu großen Vorwürfe, dass du nicht eher abgebrochen hast. Es hätte ja auch gut gehen können, man muss solche Situationen ja auch mal meistern. Würde man sie immer vermeiden hat es ja auch keinen Sinn.


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Re: Time to shine

Beitrag von Viola » Sa 4. Nov 2017, 23:48

Kri hat geschrieben:Das Hufe geben werdet ihr auch noch hinbekommen, ganz bestimmt! Da glaube ich an euch & an deine Geduld :)

Der Ausritt war ja wirklich eine "kleine" Katastrophe. Aber mach dir keine zu großen Vorwürfe, dass du nicht eher abgebrochen hast. Es hätte ja auch gut gehen können, man muss solche Situationen ja auch mal meistern. Würde man sie immer vermeiden hat es ja auch keinen Sinn.
Ich glaube da auch dran :)
Sich hinterher Vorwürfe machen bringt ja irgendwie doch nichts, inzwischen habe ich das einfach abgehakt und damit ist es gut :)


Irgendwie hab ich einen Bericht über den Umzug gehabt und nicht hier gepostet... Das hole ich jetzt mal nach, obwohl er schon eine Woche alt ist :D

Nachdem das Interesse nach meinem letzten Post wirklich überwältigend groß war, hier trotzdem ein Update :D

Der Umzug

Letzten Samstag war unser Umzug - lang herbeigesehnt, vielfach im kopf durchgespielt, vielfach vor Ort mit und ohne Pferd den Ablauf geübt. Wer das mit dem Üben ohne Pferd komisch findet: wir (also Alex und ich) haben beide Pferde, die von Anhängern auf die eine oder andere Art und Weise nicht viel halten und so haben wir einfach mal durchgespielt, wie wir zu zweit am effektivsten Verladen. Es hat sich während unserer Übungen mit Pferd leider relativ schnell herauskristallisiert, dass Walentino auf keinen Fall gemeinsam mit Mona in einen Hänger gehen wird. Er kann die Nähe von anderen Pferden nicht besonders gut ab und wird dann aggressiv. Also stand schnell der Entschluss, dass wir leider getrennt fahren müssen. Nach vielem Überlegen war dann auch klar, dass wir zuerst Mona fahren, sodass Walentino, der in fremder Umgebung schnell panisch wird, bei seiner Ankunft schon von Mona erwartet wird.
Es war also dann Freitagabend und ich habe meinen Spind leergeräumt, damit am nächsten Morgen nur noch das Pferd verladen und gefahren werden musste. Das war auch der Moment, wo es mir anfing, wirklich bange zu werden. Nachdem ich zuvor immer Alex gut zugeredet hatte, machte ich mir plötzlich Sorgen, dass Mona austicken würde - trotz der langen Vorbereitung.

Samstagmorgen, 9 Uhr am alten Stall. Mein Vater kam, der Anhänger wurde angehängt und das Pferd geholt. Die Schüssel mit Belohnungsfutter war platziert - Hafer, für den Mona alles tut. Ich führte Mona hin, machte den Strick ab und sie ging rein. Kurzes Spielen mit der Stange, Mona zuckte. Ich habe sie dann bewusst nochmal ausgeladen und nochmal reingeschickt. Da stand sie wie eine Eins, ich konnte die Stange und den Sicherungshaken schließen und ging zu ihr nach vorne. Alex sollte dann die Rampe schließen und direkt im Anschluss sollte noch mein Vater gerufen werden, dass wir fahren können. Trotz der vielen Übungseinheiten wurde Mona fast schon panisch, als sich die Rampe schloss und ich habe mich gefühlt wie ein Verräter. Sie hat den Schreck dann aber vorerst gut verkraftet und wir sind gefahren. Am neuen Stall wurden wir bereits erwartet und Mona kam aus dem Hänger und war ziemlich nass geschwitzt. Sie bezog eine Integrationsbox relativ abseits vom Geschehen, weil die Hauptintegrationsboxen durch ein krankes Pferd belegt waren. Sie fing an zu fressen und und wirkte an sich relativ entspannt, so dass ich meine Sachen aus dem Hänger geholt und verstaut habe. Nach einem Kontrollblick auf Mona und mit dem Wissen, dass ich nochmal kommen würde, fuhr ich mit meinem Vater zurück an den Schörghof, wo nun Walentino verladen werden musste.

Samstagmittag, 11.30 Uhr am alten Stall. Der Hänger wurde von meinem Vater so geparkt, wie er zum Üben immer stand, dann abgehängt, an das Auto von Alex' Papa gehängt und anschließend Walentino geholt. Auch sein Futter wartete im Hänger auf ihn und Alex und ich waren wahnsinnig nervös, weil Walentino im geschlossenen Hänger eine unglaublich große Panik bekommt. Beim Üben hatten wir es nie gewagt auch nur die Stange zu schließen und so galt es - Alles oder Nichts. Hätte es einmal nicht geklappt, hätten wir die Unternehmung direkt vertagen können. Es war abgemacht, dass Alex die Stange schließt, dann zu Walentino geht, während ich den Sicherungshaken einhänge und dann die Rampe schließe. Alex war sehr unsicher beim Schließen und deutete es oft nur an - die ersten Male bekam Walentino davon schon Panik und schoss wieder heraus. Beim Üben war das kein Problem mehr gewesen, allerdings hat er sicher unsere Unsicherheit gespürt. Irgendwann traute Alex sich und machte die Stange zu und ich den Sicherungshaken rein. Schon bevor der ganz drin war, schob Walentino mit ganzer Kraft nach hinten, so sehr, dass seine Hinterhufe in der Luft baumelten, weil er seinen Po auf die Stange geschoben hatte. Als er merkte, dass er so nicht freikommt, ging er vor, mit dem Po runter und unter die Stange. Nun denkt man, dass er damit nicht weit kommt, aber doch... tut er. Davon habe ich nur Teile mitbekommen, denn ich sah nur den Po drunter verschwinden, während ich die Rampe schloss. Einen kurzen Moment später hatte ich dann Schweiß auf der Strin vor Angst, denn er drückte mit aller Kraft gegen die Rampe und wich nicht wie erwartet der Rampe nach vorne aus. Ich dachte nur noch: "Scheiße, scheiße, scheiße! Das halte ich nie. Wenn der mich wegdrückt bin ich platt und er hängt unter der Stange fest. SCHEIßE!" Ich hab mich nur noch mit aller Kraft dagegen gestemmt und gehofft, dass Alex ihn irgendwie dazu kriegt, wieder vor zu gehen. Das hat er auch getan, kurz bevor meine Kraft mich verlassen hat. Die Rampe knallte nur so nach oben und ich machte schnell alles zu und ging nach vorne. Alex war genauso fertig wie ich, Walentino zitterte am ganzen Körper und hatte sich bei seiner Aktion leider auch verletzt - der halbe Rücken war offen, weil er es bis etwa zum Ende der Sattellage (eher noch etwas weiter vorne) unter die Stange geschafft hatte. Es sollte dann nur noch ganz schnell losgehen Richtung neuem Zuhause.

Wir sind alle mit getrennten Autos gefahren und ich war die erste am neuen Stall. Mona ging es so weit ganz gut, bestätigte mich ein kurzer Blick. Wenige Minuten nach mir traf Alex ein, ein paar Minuten drauf ihr Vater und ihre Mutter mit Walentino. Walentino tropfte, als er aus dem Hänger stieg und war wirklich klatschnass geschwitzt. Wir brachten ihn in seine Box neben Mona, wo er leider ziemlich austickte und immer wieder Anlauf nahm, über das Tor zu kommen (das wäre unmöglich gewesen). Irgendwann wurde er zum Glück etwas ruhiger und nahm wenigstens einen Happen Heu. Wir haben uns dann um unsere Spinds gekümmert und alles halbwegs verräumt, ehe wir erneut nach den Pferden gesehen haben. Beide waren eher das Gegenteil von ruhig und tigerten auf und ab, sichtlich auf der Suche nach einer Möglichkeit, die Box zu verlassen. Beide ignorierten einander sehr gekonnt und steigerten sich nur immer noch mehr rein. Wir gingen davon aus, dass sie sich in der Nacht schon beruhigen würden und fuhren nach einem langen Tag nach Hause.

Am nächsten Morgen wurde ich von der Stallbesitzerin angerufen - sie könnte Alex nicht erreichen, aber Walentinio hätte sich verletzt. Das Gesicht seit offen, etwas blutig, aber großteils oberflächlich verletzt. Da wir ohnehin um 12 Uhr da sein wollten, wollten wir uns das dann vor Ort ansehen. Vor Ort stellte sich die Beschreibung als reichlich optimistisch heraus. Das Gesicht hatte große Verletzungen, die ziemlich übel aussahen, dazu kam relativ starkes Nasenbluten. Mona war der kleine Lichtblick - sie war zwar gestresst und wollte nichts fressen, war aber unverletzt. Walentino hatte wohl versucht unter dem Gatter durchzukommen und sich zu befreien. Wegen des Nasenblutens war eine Tierärztin da, die Entwarnung gab - das läge nur am wohl starken Schlag, den er sich selbst auf die Nase verpasst hatte. Die Pferde bekamen dann am Führstrick die Aktivstallanlage gezeigt und wir ließen sie später noch in der Halle gemeinsam laufen. Dort klebten sie förmlich aneinander, obwohl sie sonst nie besonders gut befreundet waren. Der Versuch, sie erneut in die Boxen zu stellen, war ernüchternd - nervöses Rumgetigere. Wir beschlossen, noch etwas spazieren zu gehen. In der Zwischenzeit wurde beschlossen, dass das kranke Pferd, das in der Hauptintegrationsbox stand, unbedingt in die Klinik muss. Es wurde uns gesagt, wir könnten dann versuchen, unsere beiden in diese Integrationsboxen zu stellen, weil die zentraler sind. Das taten wir dann auch. Leider war es das selbe Spiel wie zuvor - nervöses Rumgetigere. Bei uns wuchs langsam die Verzweiflung, denn so konnten wir sie unmöglich eine weitere Nacht lassen. Nachdem wir zuvor befürchtet hatten, die beiden würden sich angiften, wenn man sie zusammenließe, war unsere letzte Hoffnung, dass der Umzug sie so zusammengeschweißt hatte, dass die Lösung für die Nervosität darin besteht, die trennende Litze zwischen den beiden "Boxen" zu entfernen und sie zusammen zu lassen. Gesagt, getan. Wir entfernten die Litze, die Pferde stellten sich an ein Heunetz und es kehrte augenblicklich Ruhe ein. Unsere Erleichterung war riesig! Seitdem standen die beiden in ihrem Mini-Offenstall (so kann man das wirklich nennen) und waren zufrieden. Der unschöne Nebeneffekt war, dass sie wahnsinnig aneinander klebten, aber wir vermuten, dass sich das in ein paar Tagen auch wieder gibt.

Ab Montag durften beide stundenweise in die Herde dazu - erst nur während der Heufütterungszeit, anschließend auch schon etwas länger. Am Dienstag haben wir ihnen die Automaten gezeigt und am Freitag standen sie zum ersten Mal von in der Früh um 7 Uhr bis abends in der Herde. Letzte Nacht haben sie zum ersten Mal mit der Herde verbracht. Beide sind in der großen Herde noch etwas unsicher und machen ihr Ding, gehen aber an die Raufe zum fressen, wenn diese geöffnet ist und nehmen auch mal Kontakt mit den anderen auf. Wenn Walentino nicht im Aktivstall ist, steht Mona am Tor und wartet verzweifelt auf seine Wiederkehr, andersherum genauso. Nimmt man Mona alleine raus, ist sie etwas nervös, aber sonst ganz brav. Leider versucht sie auch, mitzugehen, wenn Walentino herausgeholt wird. Auch am Donnerstag, also vorgestern, war das so. Und als ich versuchte, sie vom Tor wegzuschicken, wurde sie von hinten attackiert, sprang nach vorne und obwohl sie versuchte, an mir vorbeizulaufen, erwischte sie mich leider und brachte mich zu Fall. Sie und noch mindestens ein weiteres Pferd bahnten sich dann ihren Weg über mich drüber. Dabei habe ich aber Glück im Unglück gehabt, denn ich habe die Hufe nur an harte Körperteile bekommen. Nun tut mir zwar einiges weh (rechter Fuß, linke Hüfte, ein teil der Rippen auf der rechten Seite) und ich habe auch einige große Hämatome, die inzwischen bunte Farben angenommen haben, aber ansonsten fehlt mir zum Glück nichts. Es ist nichts gebrochen, so wie es aussieht und auch nichts schlimmer verletzt. Mein Rücken ist durch den Sturz extrem verspannt und natürlich tut mir auch so ziemlich alles weh, aber ein Tritt in den Bauch oder so hätte mich wohl direkt ins Krankenhaus befördert. Glück im Unglück also. Und weil einen Reiter so schnell ja nix daheim hält, war ich schon gestern wieder am Stall und habe ich sie dann auch zum ersten Mal wieder longiert, was gut geklappt hat. Heute saß ich sogar, trotz meiner Verletzungen, schon wieder drauf. Allerdings war sie heute ziemlich hysterisch, aber trotzdem gut zu händeln.

Tja und das war er, unser Umzug :D


Außerdem gibt es natürlich auch Brandaktuelles von den beiden Ponys :)

Neues aus dem Chaoshaus

Unsere ersten Tage hatten sich ja am neuen Stall dann doch etwas chaotischer gehalten, als ursprünglich erhofft. Von meinen Verletzungen habe ich mich gut erholt - ich bin zwar noch ziemlich bunt, Schmerzen habe ich aber keine mehr und auch ansonsten scheine ich Glück gehabt zu haben.

Was ich in meinem letzten Post vergessen hatte: Mona wurde am 28.10. gewogen - die Pferdewaage war am neuen Stall und natürlich haben wir mitgemacht. Mona wiegt momentan 474 kg und damit 7 kg weniger als letztes Jahr - was wohl zu vernachlässigen ist. Trotzdem gefällt sie mir momentan ganz gut. Sie hat eine gute Figur und bewegt sich gerne, was wir in den Zeiten mit viel Gewicht nicht mehr so behaupten konnten.

Dann also weiter mit dem Rest. Seit knapp einer Woche stehen beide Pferde tags und nachts draußen. Sie fressen zwar an der großen Raufe, die sechsmal am Tag aufgeht und dann für 40-80 Minuten offen bleibt, nicht immer gut, bekommen aber zusätzlich aus den Heuautomaten etwas, sodass sie in jedem Fall genug Heu bekommen. Inzwischen fressen sie zu den meisten Zeiten gut mit, wenn die Pferde gedrängter stehen, trauen sie sich oft aber nicht richtig ran. Allerdings sind auch da Fortschritte zu vermelden, also ist wohl alles gut :) In den Automaten bekommen die beiden 240 Minuten Heu am Tag, dazu etwas Hafer (Mona bekommt 300g oder so?), damit der Bewegungsanreiz bestehen bleibt. Walentino und Mona hängen immer noch zusammen, fressen gerne nebeneinander und orientieren sich stark am jeweils anderen, kleben aber nicht mehr so stark. Mona geht inzwischen auch mal weg vom Tor, wenn Walentino geholt wird und beide gehen auch mal unter die anderen Pferde.

Inzwischen arbeite ich auch wieder relativ normal mit Mona, nachdem sie wieder so wirkt, als könnte sie das aushalten. Zuvor war sie doch oft extrem gestresst und ich habe sie lieber ihre eigenen Probleme lösen lassen. Wir waren bereits zweimal im neuen Gelände, wo es wirklich steil den Berg rauf geht (kein Wunder, wir sind direkt am Berg und gerade Wege gibt es kaum). Dementsprechend anstrengend ist das aber auch für Mona, denn richtige Berge hatten wir bisher selten als Gelände. Aber ich denke, wenn sie sich daran gewöhnt hat, ist das ein tolles Training für die Hinterhand - und sie läuft auch wahrlich begeistert den Berg hoch :D Ansonsten habe ich jetzt häufiger mal longiert und bin auch zweimal Dressur geritten.

Monas Kotwasser wie auch Durchfall sind und bleiben verschwunden, was gerne auch so weitergehen darf. Was mir sehr gefällt ist, dass sie an der Raufe sehr entspannt frisst und nicht wie in den Dosierern immer innerhalb der Zeit, die sie fressen darf, reinhaut wie bescheuert. Am letzten Stall durfte sie in den Automaten 240 Minuten am Tag fressen und wusste, dass nach 10 Minuten die Selbstbedienung ein Ende hat. Dementsprechend hat sie wahnsinnig schnell gefressen. Das macht sie jetzt gar nicht mehr an der großen Raufe, die im Schnitt 60 Minuten pro Fütterungszeit offen ist. Auch im Automaten am jetzigen Stall frisst sie wesentlich entspannter, obwohl auch der nach 10 Minuten wieder zugeht. Ich bin gespannt, wie sich das entwickelt, aber würde mir wünschen, dass sie weiterhin nicht stopft, sondern ruhig frisst - das ist sicher auch gesünder!


Neues aus der Kinderstube

Daikiri will ich hier heute auch nicht vernachlässigen. Viel Neues im Vergleich zum letzten Post gibt es nicht, aber er zaubert mir momentan eigentlich immer ein Lächeln auf die Lippen. Ich bin echt total glücklich darüber, wie viele Dinge jetzt schon klappen :) Wie ich schrieb, habe ich das Halftern echt umschweifend geübt und zwischen steckt er freudig den Kopf ins Halfter, wenn ich es ihm hinhalte. Wenn man bedenkt, dass er vor drei Monaten, als wir ihn geholt haben, beim Anblick des Halfters schon in Panik ausgebrochen ist, ist das eine tolle Veränderung. Putzen genießt er inzwischen richtig und lässt sich davon auch nicht mehr beunruhigen. Er kuschelt ganz viel und gerne, lässt sich kraulen, umarmen, krault zurück und läuft mir hinterher wie ein Hund.

Unsere aktuelle größte Baustelle ist das Hufe geben. Das habe ich jetzt immer wieder mal kurz geübt, allerdings braucht man da noch das richtige Timing, damit es klappt. Heute hatten wir aber einen kleinen Durchbruch, denn er hat mir freistehend auf der Koppel die Vorderhufe gegeben. Hinten ist es noch etwas schwieriger, weil er dabei anfangs immer hinten raus getreten hat, selbst wenn man gar nichts gemacht hat. Ich habe das dann ganz langsam geübt, erst nur einfache Berührungen, später das entlasten und zuletzt auch das hochheben des Hufs. Hochheben klappt noch nicht immer, aber er tritt nicht mehr (er hat übrigens NIE nach mir getreten) und ist vorallem inzwischen entspannt dabei, wenn ich an seinen Hinterbeinen bin :)

Außerdem üben wir momentan noch weichen in unterschiedliche Richtungen - rückwärts, seitwärts, vorwärts. Rückwärts habe ich, genau wie vorwärts, über das Handtarget aufgebaut und er hat es sehr schnell verstanden. Inzwischen geht er rückwärts, wenn ich ihn an der Brust berühre und "zurück" sage. Vorwärts klappt genauso auf das Kommando "vor" und ein Zupfen am Halfter. Alle diese Verschiebungen funktionieren sowohl wenn ich stehen bleibe, als auch wenn ich mitgehe, das war mir ziemlich wichtig. Seitwärts ist noch eine etwas größere Herausforderung, was ich aber mal auf die Balance schiebe. Deswegen belohne ich da aktuell schon die richtigen Tendenzen und verlange keine ganzen Schritte. Aber wir nähern uns dem Endziel :)

Er lernt auf jeden Fall total schnell und ist auch eigentlich immer motiviert bei der Sache. Während er anfangs noch oft gegangen ist, wenn es ihm zu viel wurde, passiert das inzwischen gar nicht mehr und er kommt mir begeistert entgegen, sobald er mich sieht, kuschelt dann und dann schauen wir meistens, was wir heute so machen. Mal kuscheln wir mehr, mal üben wir mehr, mal putze ich ihn einfach nur ganz lange. Die ersten drei Monate sind übrigens auch schon um und ich bin unglaublich zufrieden damit, was wir in dieser Zeit geschafft haben :)


Das war's von uns :)
Vermutlich hat es jetzt keiner bis ans Ende geschafft, weil es auch noch im Prinzip drei Berichte auf einmal sind :D Aber vielleicht! Als Dankeschön noch drei Fotos im Anhang - mehr geht ja leider nicht.
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Re: Time to shine

Beitrag von Kri » Fr 10. Nov 2017, 22:00

Der Umzug war ja wirklich eine kleine Katastrophe :( Zwar mit Verletzungen, aber die sind ja zum Glück nicht so schwer. Wäre es für Walentino nicht besser gewesen, den Umzug noch zu verschieben & das in den Hänger steigen noch weiter zu üben? Ich meine, ihr habt es zwar in den neuen Stall geschafft, aber natürlich mit Verletzungen & sowas :/
Aber die beiden haben sich ja relativ gut eingelebt, das ist sehr gut! :)

Ich bin nur gerade etwas verwirrt - Daikiri ist im alten Stall geblieben? Vielleicht habe ich das auch nur überlesen, bin aber auch zu faul zum nachlesen :D

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