Time to shine

Anna-Lottes Hottehü ist jetzt drei Wochen auf Rollkur in Bad Salzuflen

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Viola Weiblich
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Re: Time to shine

Beitrag von Viola » Fr 10. Nov 2017, 22:41

Kri hat geschrieben:Der Umzug war ja wirklich eine kleine Katastrophe :( Zwar mit Verletzungen, aber die sind ja zum Glück nicht so schwer. Wäre es für Walentino nicht besser gewesen, den Umzug noch zu verschieben & das in den Hänger steigen noch weiter zu üben? Ich meine, ihr habt es zwar in den neuen Stall geschafft, aber natürlich mit Verletzungen & sowas :/
Aber die beiden haben sich ja relativ gut eingelebt, das ist sehr gut! :)

Ich bin nur gerade etwas verwirrt - Daikiri ist im alten Stall geblieben? Vielleicht habe ich das auch nur überlesen, bin aber auch zu faul zum nachlesen :D
Das Einsteigen war eigentlich kein Problem und leider hat er aufgrund seiner Rennbahnkarriere wohl ein Startboxtrauma - wenn es eng und zu ist, kriegt er einfach Panik. Ich denke, dass man das selbst mit wirklich extrem gutem Training nur sehr schwer in den Griff bekommt, wenn überhaupt. Deswegen hätte weiteres Üben wohl nichts gebracht, weil sein Problem einfach das Eingesperrtsein ist und das lässt sich nicht vermeiden und da er schon bei Andeutungen austickt, ist das auch nahezu unmöglich zu üben :(

Daikiri ist ja erst 1 1/2 und zudem noch Hengst, der wird noch etwas im Aufzuchtstall bleiben, ja :) Wenn er kastriert ist, werde ich noch die von Tierärzten empfohlenen zwei Monate abwarten, dann möchte ich ihn zu Mona an den Stall holen (sie standen aber auch noch nie im selben Stall, sondern sogar in entgegen gesetzte Richtungen von mir aus gesehen - jetzt stehen sie in der gleichen Richtung, immerhin :D )

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Kri Weiblich
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Re: Time to shine

Beitrag von Kri » Fr 17. Nov 2017, 17:07

Ohje, bei der Vergangenheit wird es wirklich schlecht werden mit dem Training & auch eher aussichtlos... Man könnte nur versuchen, dass er einfach relaxter wird, wenn er im Hänger steht. Aber irgendwie.. Ach man, blöd :(

Gleiche Richtung ist schon mal gut :D


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Re: Time to shine

Beitrag von Viola » Sa 16. Dez 2017, 21:20

Kri hat geschrieben:Ohje, bei der Vergangenheit wird es wirklich schlecht werden mit dem Training & auch eher aussichtlos... Man könnte nur versuchen, dass er einfach relaxter wird, wenn er im Hänger steht. Aber irgendwie.. Ach man, blöd :(

Gleiche Richtung ist schon mal gut :D
Das denke ich auch, aber man kann auf jeden Fall weiter üben. Selbst wenn das Fahren an sich nicht so stressfrei wird, wenn man weiß, dass das Pferd im Notfall wenigstens reingeht, hat man ja schon viel gewonnen. Wenn fahren Stress ist, ist das scheiße, klar, aber er wird nie auf Turniere oder so müssen und demnach ist Fahren nur für Klinik/Stallwechsel erforderlich, da kann man dann wohl damit leben.


Heute möchte ich mal ein Video von Daikiri und mir reinwerfen. Es ist am 12. Dezember entstanden und zeigt nicht gerade meine Glanzleistungen (sobald irgendwo ne Kamera läuft, werde ich total bescheuert und kann gefühlt gar nix mehr), aber eines zeigen sie sehr deutlich: Daikiri rennt beim Anblick von Menschen nicht mehr ans hinterste Ende, sondern ist zutraulich geworden und lässt sich überall anfassen und ist sogar relativ entspannt. Halfter können wir auch :D Auch einen erneuten Hufschmied-Termin haben wir super gemeistert, alle Hufe konnten problemlos gemacht werden.

Auch wenn es nicht perfekt ist: ich finde, wir haben schon viel erreicht und ich denke lieber an das, was wir schon geschafft haben, als aufzudröseln, woran wir noch arbeiten müssen. Dass das noch Einiges ist, ist klar, aber wir haben ja auch noch viel Zeit :)

Im Anhang Vergleichsbilder: Daikiri am 12. August und Daikiri am 12. Dezember :D

https://youtu.be/4-kwHy03gkE


Mona lief seit Montag lahm, aber gestern war wieder alles okay :) Heute konnte ich dann sogar wieder reiten. Sie ist wohl auf dem Schnee/Eisgemisch im Aktivstall gerutscht und hat sich den Muskel leicht gezerrt oder so, denn schon am Dienstag war die Lahmheit besser und wurde dann sukzessive weniger :) Ansonsten läuft mit Mona alles ganz normal :D Aber ganz normal ist toll! Über 11 Jahre reite ich sie nun schon, über 10 1/2 Jahre gehört sie mir. Es ist schön, dass wir einen gemeinsamen Nenner gefunden haben, der einfach passt. Wir sind ein eingespieltes Team, auch wenn wir bei Kleinigkeiten mal unterschiedliche Meinungen haben :D
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Re: Time to shine

Beitrag von Kri » Sa 23. Dez 2017, 17:12

Er wirkt wirklich richtig zutraulich & auch vertrauensvoll zu dir. Richtig gut! :)


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Re: Time to shine

Beitrag von Viola » Mo 26. Mär 2018, 16:07

Danke :)

Ich... hab ja eher nichts mehr geschrieben, viele Reaktionen kommen ja doch immer nicht :D Aber ich hab mal zwei Berichte geschrieben, einer davon ist etwas mehr als drei Wochen alt vom Umzug, einer ziemlich neu.

Daikiris Umzug und der restliche erste Tag

Gestern war es so weit - "Klein"-Daikiri ist umgezogen. Ich war vorher alles - nervös, sehr nervös, unglaublich nervös. Der Plan war eigentlich ganz einfach. Den Hänger gut hinparken und dann ganz entspannt das erklimmen des Hängers clickern. Mit dabei hatte ich Celina, die angeboten hatte, tatkräftig zu unterstützen. Wir waren also bewaffnet mit vielen Karottenstücken. Das Einparken gestaltete sich relativ gut, obwohl es eng war. So konnte Daikiri selbst im Fall des Losreißens nicht wegrennen, weil er immer noch im Paddock war. Erstmal war er vom Anblick des Hängers sehr irritiert. Mittels Clickern brachten wir ihn dazu, mutig zu sein und sich alles anzusehen und nach einiger Zeit stand er sogar mit drei Beinen auf der Rampe. Im Anschluss merkte man, wie sein Spaß am Spiel verschwand und er keine Lust mehr hatte. Er begann, sich aufzuregen und zu entziehen, woraufhin wir ihm eine Pause gaben. Innerhalb dieser Pause hat er sich leider mehr und mehr aufgeregt und wurde immer hysterischer. Das war der Moment, wo uns klar wurde, dass wir ihn jetzt reinkriegen müssen oder er kein Futter mehr nimmt und auch sonst nicht mehr ansprechbar bleibt.
Schweren Herzens haben wir einen Besen als Hilfsmittel geholt und mit diesem ein wenig Druck von hinten gemacht, indem der Besen gewedelt wurde. Daikiri fand das sehr beeindruckend und klemmte ziemlich den Arsch ein, machte einen beherzten Sprung auf die Rampe und versuchte dann, seitlich runter zu rennen. Als das verhindert wurde (Celina hielt den Besen in den Weg), blieb er erstmal stehen. Ein weiteres Wedeln brachte ihn mit den Vorderbeinen in den Hänger und ein letztes Wedeln sorgte dafür, dass ein aufgeregter Daikiri komplett im Hänger stand. Er versuchte dann, unter der vorderen Stange durchzugehen, was ich aber zu verhindern wusste. Dann stand er relativ ruhig und bekam von mir noch Karotten zur Belohnung/als Trostpflaster.

Die Fahrt verlief dann komplett problemlos, er stand ruhig und trampelte nicht. Am Hof angekommen war er nassgeschwitzt, aber nicht übermäßig panisch oder aufgeregt. Als er die offene Tür sah, durch die ich zu ihm in den Hänger gekommen war, wurde er extrem nervös und wollte gerne dadurch raus. Wir schlossen sie also schnell wieder. Dann wurde die Rampe geöffnet, anschließend die Stange. Ich hatte kurz damit gerechnet, dass er einfach rausschießt, aber das Gegenteil war der Fall. So nervös er sich auch umblickte, so brav wartete er, bis ich ihn aufforderte, rückwärts zu treten. Er ging die Rampe relativ bedacht runter und ich konnte ihn die Straße entlang auf seinen Paddock bringen. Dort sollte er über den Zaun seine neuen Kumpels kennen lernen, ehe sie am Nachmittag zusammengeführt wurde. Was es hier noch zu bedenken gilt: Das Führen vom Hänger in den Paddock war das erste Mal, dass ich meinen Kleinen weiter geführt habe, als aus dem Tor und dann noch zwei Schritte - denn rausnehmen war mir ja am alten Stall verboten. Dafür, dass es dann auch noch in neuer Umgebung war, war er wirklich sehr brav :)
In seinem Paddock trabte er dann erstmal auf und ab und die Hengste quietschten sich am Zaun gegenseitig an. Als es so weit ruhig aussah, beschlossen wir, zu Mona zu fahren und danach nochmal wieder zu kommen.

Als ich wiederkam war es 16 Uhr und Daikiri seit gut 3 1/2 Stunden am neuen Stall. Er stand weiterhin alleine und wurde erst als ich dann da war, zu den anderen gestellt. Es war natürlich ein bisschen Gerangel und der Schimmel, mit dem er schon über dem Zaun immer wieder Kontakt aufgenommen hatte, wollte gerne mal beweisen, dass er der Chef ist. Daikiri zeigte sich aber sichtlich unbeeindruckt und nach einigem Steigen, Rumrennen und Imponieren, ging er erstmal ans Heu - fressen. Als halber Haflinger muss man wohl einfach Prioritäten setzen :D Nach 90 Minuten wurde die Herde dann in den Offenstall, den sie nachts bewohnen, zurück verfrachtet. Auch da wollte der Schimmel noch nicht recht aufgeben, aber am Ende musste er wohl einsehen, dass er Daikiri nicht beeindrucken kann. Es gab zwar noch ein bisschen Hin und Her, aber im Großen und Ganzen war es ruhig.

Hier habe ich euch ein Video zusammengeschnitten. Vom Ankommen bis zur Zusammenführung am gestrigen (Anmerkung: das war am 3.3.) Tag.
https://youtu.be/zYxNr7-AAow

Heute (Anmerkung: das war am 4.3.) waren meine Eltern spontan bei Daikiri. Der stand zusammen mit dem Rest der Junghengste auf der Koppel. Es war wohl laut Aussagen der Leute am Stall ruhig und sie verhalten sich vorbildlich. Jetzt hat mein Kleiner endlich Platz zum Toben :) Ich freu mich so sehr und hoffe, dass auch unser Training am neuen Stall endlich noch weiter vorwärts gehen wird. Der Reitplatz ist zum Glück gleich gegenüber des Offenstalls, sodass ich auch nicht weit führen muss. Für den Anfang werde ich dort wohl auch gar nicht arbeiten, sondern einfach füttern, damit er sich daran gewöhnt, aus der Herde genommen zu werden und damit nur Gutes verbindet. Nach und nach möchte ich dann auf dem Platz endlich ordentlich führen üben, ehe wir uns dann im Sommer hoffentlich auch mal an einem ersten kurzen Spaziergang versuchen können, damit der kleine Kerl mal was kennenlernt. Durch den Offenstall hat er nun aber eh schon mehr Reize - vorbeilaufende Pferde, Pferde, die auf dem Platz longiert/geritten/anderweitig gearbeitet werden, Autos, Traktoren, Hunde etc. All das gab es ja bisher gar nicht und ich denke, dass ihm das sehr gut tun wird :)

Neues aus dem Kindergarten
oder: Wie man einen schlechten ersten Eindruck macht.

Daikiri hat's geschafft - er hat mich keine 24h nach unserer Ankunft irgendwie echt blamiert. Direkt am Sonntag waren die Jungs auf der Koppel und Daikiri hatte plötzlich die grandiose Idee, den Holzzaun platt zu machen und einen älteren Wallach, der von einer Nebenkoppel geholt wurde, anzugreifen. Das war ja schon extrem peinlich, noch peinlicher wurde es, als der Stallbesitzer ihn dann einfangen wollte und angestiegen wurde. Und als wäre das nicht genug gewesen, hat Daikiri dann noch mit den Vorderbeinen nach ihm getreten, als er ihn führen wollte. Jetzt ist führen ja eh so eine Sache, weil ich das nie üben konnte und nachdem er aufgehört hatte zu treten, rannte er einfach los. Es brauchte dann eine Hengstkette um ihn dorthin zu bringen, wo er hin sollte. Die kommenden Tage verbrachten die Jungs dann nur im Offenstall mit einer Extraportion Strom auf dem Zaun, was Daikiri wohl auch mehrfach getestet hat, ehe er verstanden hat, dass das WIRKLICH weh tut. Auch die vorbeilaufenden Pferde, wenn sie von der Koppel geholt wurden, waren anfangs ein wahnsinniges Problem - er hat immer versucht, durch den Zaun zu ihnen zu kommen. Inzwischen schaut er zwar noch interessiert, bleibt aber ruhig und frisst teilweise auch weiter. Die Aktion hat der Stallbesitzer übrigens mit ziemlich viel Humor genommen, was ich ihm hoch anrechne. Er meinte auch, dass er sich inzwischen benimmt und das wohl einfach nur die Aufregung durch die absolute Reizüberflutung war. Er stand ja davor wochenlang eigentlich nur im Stall und hat Traktoren, vorbeirennende Pferde, reitende Menschen auf dem Reitplatz, Hunde, Katzen und alles, was halt so auf einem Pferdehof unterwegs ist noch nie gesehen gehabt.

Seitdem geht es eigentlich echt gut bergauf. Er wird zutraulicher auch anderen gegenüber und ist auch mir gegenüber wieder ganz der Alte. Er ist sogar wesentlich ruhiger, weil ihm die zusätzliche Bewegung so unglaublich gut tut. Auch die vielen Reize, die anfangs so "furchtbar" waren, sind jetzt nur noch ein normaler Teil des Lebens und er wird insgesamt viel ruhiger. Die Bewegung und das viele Draußensein haben auch dazu geführt, dass sich ein paar andere Probleme gelöst haben. Seit die Kleinen an seinem letzten Stall nur noch drinnen standen hat er einen furchtbaren Juckreiz entwickelt, wollte immer gekratzt werden und hatte an manchen Stellen sichtlich Pilz. Nach nur einer Woche am neuen Stall waren diese Probleme Vergangenheit (zur Info: das mit dem Pilz hatte ich natürlich vorher mitgeteilt, falls der SB Bedenken gehabt hätte). Er kratzt sich nicht mehr und der Pilz ist komplett weg - ohne jede Behandlung, einfach durch die bessere Hygiene und mehr frische Luft. Wir tasten uns jetzt sehr langsam dazu vor, den Offenstall zu verlassen. Dazu brauche ich aktuell eine zweite Person, weil er so unsicher ist, dass er nicht sofort durchs Tor geht und würde ich das alleine versuchen, wären wohl vier andere Pferde draußen, aber Daikiri nicht. Zum Glück habe ich an Monas Stall eine ganz tolle Freundin gefunden, die Spaß daran hat, mir mit der Arbeit mit Daikiri zu helfen und mich, sofern es zeitlich geht, einmal die Woche begleitet. Am Freitag haben wir ihn zum ersten Mal ganz rausgeholt, aber danach nur umgedreht und wieder reingeführt. Ich möchte da nicht gleich übertreiben, weil man gemerkt hat, wie sehr ihn das stresst. Wir bauen das jetzt langsam über positive Verstärkung auf und mein erstes großes Zwischenziel ist es, ihn an den Reitplatz gegenüber zu führen und auf dem Reitplatz das Führen zu üben. Ein weiteres Zwischenziel ist es, ihn am Reitplatzzaun anzubinden und dort zu putzen. Bei mir ist Daikiri übrigens immer vorbildlich - er läuft am durchhängenden Strick, orientiert sich ganz an mir und hat noch nie Anstalten gemacht, nach mir zu treten oder mich gar anzusteigen.

Es waren aufregende erste Wochen für uns beide, aber ich glaube, er ist nun wirklich gut angekommen. Man kann förmlich sehen, wie er aufblüht und ich hoffe, dass mit den neuen Bedingungen auch unsere Zwischenziele nicht mehr unerreichbar sind. Mir gibt natürlich seine Aktion am ersten Tag zu denken, andererseits ist er bei mir wirklich ein absolutes Lamm. Unglaublich glücklich bin ich, gerade aus der Sicht von jemandem, der ausschließlich über positive Verstärkung arbeiten möchte, natürlich nicht über den Einsatz einer Hengstkette zum Führen. Andererseits verstehe ich NATÜRLICH, dass man in einer offensichtlichen Gefahrensituation auch nicht einfach sagen kann: "Ach, naja, das geht schon irgendwie". Mal davon abgesehen natürlich, dass ich weiß, dass eine solche Kette nichts Schlimmes ist, wenn man nicht dran reißt, sondern sie bedacht einsetzt. Gefallen muss es mir ja dennoch nicht. Ich wurde auch drauf angesprochen, warum ich ihn denn ohne Kette raushole. Ich verstehe da zwar irgendwie die Bedenken, aber ich kann ja jetzt auch schlecht jedes Mal prophylaktisch eine Kette drauf packen - ich möchte schließlich, dass er lernt, sich auch am normalen Strick brav zu benehmen. Und, wie gesagt, ist er bei mir auch ohnehin ein absolutes Lamm. Selbst wenn er nervös wird hat er nur Augen für mich und versteckt sich eher noch hinter mir, als dass er in irgendeiner Art mir gegenüber unhöflich wird. Wir haben aber natürlich auch schon ein paar gemeinsame Monate hinter uns, in denen ich alles getan habe, dass er wirklich Vertrauen zu mir findet. Man kann jetzt sooo viel mit ihm machen! Ich kann mich an ihn lehnen, auf den Rücken "hängen" (natürlich am Boden stehend), ihn umarmen, er zieht das Halfter selber an, läuft mir mit und ohne Strick hinterher wie ein Hund, er kommt auf Zuruf auch auf der Koppel, lässt sich putzen, die Hufe bearbeiten und sogar impfen ging letztes Mal relativ entspannt. Ich habe also gar keinen Grund, ihm zu misstrauen und er dankt es mir, indem er mir auch nicht misstraut.


Neues aus der Universität

Wenn Daikiri im Kindergarten ist, dann muss Mona irgendwie wohl schon eine Studentin sein :D Von der gibt es wenig Spannendes zu berichten, aber ich möchte natürlich nicht, dass sie zu kurz kommt.
Der Winter hält bei uns irgendwie immer noch mehr oder minder Einzug, weswegen ich langsam einen gewissen Anteil an Frust nicht mehr leugnen kann. Mona geht es aber gut, ich glaube, eigentlich genießt sie die Kälte sogar eher. Seit gestern ist es aber wieder wärmer.

Mit oben genannter Freundin, nennen wir sie einfach D., habe ich auch bei Mona am Stall viel zu tun. Wir treffen uns gerne für schöne Ausritte und sind letztens im Halbdunkel den Berg raufgeritten. Wir sind durch den Schnee galoppiert, haben viele Höhenmeter gemacht und am Ende haben wir wieder runter geführt. Unser nächster Plan ist ein Ritt auf die Lenggrieser Hütte. Darauf freue ich mich schon sehr. Mit D. zusammen konnte ich auch endlich mehr vom Gelände um den Stall kennenlernen und habe viele tolle neue Wege gesehen. Wir sind wunderbare Runden an der Isar entlang geritten, über Autobrücken, die über die Isar führen, durch die Stadt und Mona war immer richtig cool. Für richtige Arbeit hat mir oft die Motivation gefehlt, auch wenn ich hin und wieder gerne mal etwas auf dem Platz oder in der Halle geritten bin. In der Freiarbeit haben wir uns langsam aber sicher vorgetastet und da auch richtig gute Fortschritte gemacht. Freies Longieren klappt inzwischen zwar noch nicht auf die ganze Distanz von 10m oder so, aber immerhin auf etwa die Hälfte. Zirkuslektionen standen auch immer mal wieder auf dem Plan, auch wenn wir da unser Repertoire nur gefestigt, aber nicht erweitert haben.

Mit Mona läuft es einfach konstant gut. Ich habe lange keinen Tag mehr gehabt, wo ich mir dachte: "Oh mein Gott, was für ein Scheiß" und dann frustriert heim bin. Im Gegenteil - ich gehe immer glücklich nach Hause und verbringe gerne auch nach der Arbeit mit Mona noch Zeit am Stall um mich auszutauschen oder einfach Mona zu beobachten. Viel besser könnte es nicht laufen und ich weiß das sehr zu schätzen. Wir haben in den fast 11 gemeinsamen Jahren viele Zeiten gehabt, wo ich kurz davor war, alles hinzuschmeißen, aber die Umstellung auf Arbeit nur mit positiver Verstärkung hat eigentlich alle unsere Probleme beseitigt. Klar, anfangs war es nicht immer leicht, vorallem, weil ich so unerfahren mit dem Clickern war, aber inzwischen haben wir eine wunderbar solide Basis und ich hab ein Pferd, das wirklich immer motiviert bei der Sache ist. (Der letzte Satz gilt natürlich auch für Daikiri, auch der nimmt das Training mit dem Clicker wunderbar an und ist motiviert bei der Sache.) Jeden Tag, wenn ich komme, rufe ich und schon steht Mona am Tor. Sie läuft freudig mit zum Putzplatz, lässt sich entspannt putzen und macht dann motiviert mit, was immer mir in den Sinn kommt. Manchmal hat sie, ebenso wie Daikiri, andere Vorschläge, was wir machen könnten und sehr oft machen wir dann das kombiniert mit meinem ursprünglichen Plan.


Ich denke, der Roman gibt einen recht guten Überblick über das, was wir gerade tun, woran wir arbeiten und unseren allgemeinen Zustand. Wenn aber gerne noch jemand etwas genauer wissen möchte, so möge der bitte fragen und ich werde sehr, sehr gerne noch mehr erzählen :)


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Re: Time to shine

Beitrag von Viola » Sa 15. Dez 2018, 12:10

Ich habe gehört, Fotos wären gewünscht :D

Dazu liefere ich aber natürlich einen Bericht. Da ich irgendwie den letzten Bericht von Anfang Juli nur in einem anderen Forum, aber nicht hier gepostet habe, muss ich zur Erklärung eine Kleinigkeit erzählen.

Im Mai war Daikiri wieder zur Hufbearbeitung dran und sie fing schon unter denkbar schlechten Voraussetzungen an - er ließ sich nicht fangen, weil die ganze Herde komplett verrückt spielte, weil sie nur Minuten vorher auf eine ganz neue, extrem riesige Koppel gekommen waren. Vielleicht wäre das der Moment gewesen, an dem ich dem Schmied das Geld in die Hand drücken und ihn wieder heimschicken hätte sollen. Hab ich aber nicht getan. Die ganze Bearbeitung der Vorderhufe über war Daikiri extrem nervös und ich dachte schon, es wäre besser, hinten wann anders zu machen. Das schüchterne Ich hat sich aber nicht getraut das zu sagen. Hinten fing dann okay an, aber dann hat der Hufschmied sich dazu verleiten lassen, den Schweif festzuhalten, als Daikiri seitlich ausgewichen ist. Daikiri kriegt leider Panik, wenn etwas am Schweif zieht und ist daraufhin einfach losgeschossen. Ich bin ein paar Meter mitgeflogen, dann war der Strick zu Ende und ich hab den Boden geküsst. Als ich mich wieder gefangen hatte, habe ich ihn wieder eingefangen und wir haben es nochmal versucht. Der Schmied hat ihm beim nächsten "Fehltritt" eine verpasst und Daikiri ist wieder panisch auf und davon. Ich war ziemlich sauer, weil der Schmied weiß, dass Daikiri schlechte Erfahrungen mit dem Schmied hat und es eh sehr hart für ihn ist, da dann mitzumachen. Einem ohnehin schon sehr nervösen Pferd dann noch eine zu verpassen ist halt... nicht so klug. Wir haben für diesen Tag aufgegeben, meine Hände waren schmerzhaft offen und ich hab erstmal eine Runde geheult.

Das zur Vorgeschichte, weil ich das im Bericht nochmal aufgreife :D

Danke dir :) Ich bin sehr gespannt, wie Daikiri als "fertiges" Pferd mal aussehen wird :D


Ich hab mir gedacht, da ich zur Abwechslung mal GUTE Fotos habe, könnte ich die hochladen. Das hab ich mir die letzten vier Monate schon gedacht, deswegen sind die halt auch nicht mehr ganz druckfrisch. Ich denke, das nennt sich Faulheit. Meistens kommt ja nicht so viel Resonanz, da überlegt man dann, ob man sich die Arbeit machen will. Aber jetzt habe ich mich entschieden, die wundervollen Fotos, die an meinem Geburtstag entstanden sind, mit euch zu teilen und euch ein Update zu geben.

Machen wir erst das Update und danach die Fotos, wer keinen Bock auf lesen hat, kann ja einfach etwas weiter scrollen :D

Neues vom Haflinger

Heute fangen wir mal mit Mona an, da ich sonst oft zuerst von Daikiri geschrieben habe. Juli ist ja nun schon eine Weile her und ich bekomme sicher nicht mehr alles zusammen, was wir in der Zwischenzeit gemacht haben. Der heiße, trockene Sommer war jedenfalls nichts, was Mona oder mir sehr gut gefallen hätte - unsere Wohlfühltemperatur liegt definitiv unter 25°C. Dementsprechend haben wir im Sommer oft nur geduscht oder kurze Spaziergänge gemacht. Selbst abends war es oft noch so heiß... Manchmal waren wir aber auch ausreiten und im Fluss etwas planschen. Das macht Mona immer echt viel Spaß und ist natürlich eine willkommene Abkühlung.

Wir haben so ein Standardprogramm gemacht, als es dann wieder kühler wurde. Etwas Bodenarbeit, etwas reiten, etwas ausreiten. So richtig motiviert war ich nicht bis Mitte September, danach ging es endlich bergauf. Passend dazu lief Mona Anfang Oktober plötzlich lahm. Sie entlastete vorne rechts und ich dachte, sie hätte sich vielleicht vertreten. Daraufhin durfte sie zwei Tage komplett in der Box bleiben, was wenig half und letztlich nur dazu führte, dass Mona durch den Stress Durchfall und Kotwasser bekam (sie hasst es, eingesperrt zu sein und das, obwohl unsere "Boxen" wirklich riesig sind). Also durfte sie wieder raus. Wir haben auf den Tipp unserer Stall-Physiotherapeutin, die meinte, die Sehne wirke gereizt, nur Schritt auf Teer gemacht. Das wirkte zumindest ein bisschen. Da es aber nicht so recht gut wurde, hatte ich schlussendlich noch eine Tierärztin aus der nahegelegenen Klinik da, die die Lahmheit allerdings nicht mal sah. Daraufhin war ich etwas geknickt, zog weiter unser Programm durch und am 24.10 wurde Mona physiotherapeutisch behandelt. Die Lahmheit, die schon immer hauptsächlich im Schritt sichtbar gewesen war, wurde daraufhin besser und so fing ich auf Anraten von Physio und TÄ drei Tage später wieder mit mehr Bewegung an.

Das erste Longieren danach dachte ich, ich hätte das falsche Pferd erwischt. Mona lief so locker und geschmeidig wie ewig nicht mehr, schwang wunderbar im Rücken mit und schien total glücklich zu sein, sich wieder so bewegen zu können. Man kann sich meine Erleichterung und Freude vielleicht vorstellen. Daraufhin nahmen wir sehr langsam die Arbeit wieder auf, steigerten die Dauer und ich nahm Reiten und Stangenarbeit wieder mit dazu. Mona blieb stabil und lief wirklich wie seit Wochen/Monaten nicht mehr. Deswegen vermute ich inzwischen, dass sich da schon lange etwas angebahnt, Mona aber sehr konsequent kompensiert hatte. Im Januar soll Mona nochmal eine Nachbehandlung bekommen und ich hoffe, dass man schon eine positive Tendenz feststellen kann.

Es war also Anfang November, bis wir tatsächlich wieder effektiv etwas arbeiten konnten. Neu motiviert haben wir (oder eher ich) den Fettpolstern den Kampf angesagt. Seit dem Stallwechsel konnte Mona wieder mehr Heu fressen (zuvor durfte sie stündlich 10-12,5 Minuten fressen, was 240-300 Minuten täglich entspricht - am neuen Stall sind es durch die Raufe 300 Minuten und zusätzlich 120 Minuten im Automaten, also 120-180 Minuten täglich mehr). Ich könnte an dieser Stelle zwar die Zeit im Automaten reduzieren, habe allerdings festgestellt, dass sie durch die geringere Raufutteraufnahme dann leider wieder Kotwasser bekommt und lebe deswegen damit. Zudem verpasst sie manchmal die halbe Raufe oder es ist an der Raufe so ein Gedrängel, dass die pferde nicht ruhig fressen, sodass sie dann im Automaten wenigstens noch ein bisschen was "nachholen" kann. Ansonsten werden die Fresspausen halt schnell mal acht Stunden und das tut Mona nicht gut und ist ja auch erwiesenermaßen nicht gesund. Wir haben also ein Programm aus Longe, Dressur, Stangenarbeit an der Longe, Stangenarbeit unterm Sattel und einmal die Woche (weil es halt jetzt schon wieder so früh dunkel wird) einen längeren Ausritt. Anfang Dezember war die Pferdewaage da, da war unser Programm noch am Anfang und deswegen definiere ich das Gewicht mal als unser Startgewicht :D Mona wog 491kg, damit 17kg mehr als direkt nach dem Stallwechsel im Oktober letzten Jahres. Ziel wäre es, sie auf 450kg runterzubekommen. Nächstes Jahr kommt die Waage wieder im Spätherbst, da kann ich dann sehen, ob mein Training sich bezahlt gemacht hat.

Im Großen und Ganzen waren das unsere letzten Monate in Kurzfassung :D Deswegen können wir mit dem zweiten Pony weitermachen.


Neues von Daikiri

Ich hatte ja im letzten Bericht geschrieben, dass Daikiri sich beim Besuch des Hufschmieds losgerissen hatte. Mitte Juli war der nächste Termin angesetzt und er lief leider genauso ab. Daikri sah den Hufschmied und war auf und davon, da gab es kein Halten. Am Ende haben wir trotzdem die Vorderhufe geschafft, auch wenn das einiges an Kampf war und damit endete, dass ich offene Handflächen hatte. Ich war reichlich desillusioniert hinterher und wusste wirklich nicht, wie ich das hinbekommen soll. Mir gab er die Hufe wunderbar, auf den Hufschmied hatte er anscheinend einfach keine Lust mehr. Und da das Losreißen ja einmal geklappt hatte... warum sollte es das nicht nochmal tun? Tatsächlich stellte ich das Problem dann hinten an und beschloss, erstmal daran zu arbeiten, dass wir nach wie vor kein Tor durchschreiten konnten. Da machte es tatsächlich dann auch recht schnell Click und ich begann, den Weg von der Koppel zum Offenstall runter und wieder rauf Führübungen zu machen, die ich sonst ausschließlich auf der Koppel machen konnte. Mein ständiger Begleiter war die Angst, er könnte sich losreißen und auf und davon rennen. Das tat er glücklicherweise nicht und ich wurde nach und nach wieder sicherer mit ihm. Trotzdem hatte er immer wieder Momente, in denen er sich weigerte, zurück zur Koppel zu gehen. Ich schiebe es darauf, dass ihm dort schlicht langweilig war. Er begann dann oft rückwärts zu gehen, sich zu wehren und mehr als einmal stand ich verzweifelt da und fragte mich, wie ich dem Ganzen nur Herr werden sollte.

Da inzwischen einiges an Zeit vergangen und die Hufbearbeitung dringend wieder nötig war, machte ich einen Termin mit einer Freundin, die Hufe bearbeitet aus. Daikiri kannte sie und hatte keine schlechten Erfahrungen mit ihr, weswegen ich davon ausging, dass er nicht sofort auf die Idee käme, sich loszureißen, wie es beim Schmied der Fall gewesen war. Tatsächlich gab er ihr auch erstmal brav den Huf, hatte dann aber anscheinend keine Lust mehr und ging seines Weges. Wie ich ja schon mal erwähnt hatte, hatte ich mit Daikiri rein über positive Verstärkung gearbeitet. Dabei gesteht man dem Pferd auch zu, etwas abzulehnen. Jetzt stand ich aber vor dem Problem, dass die Hufe gemacht werden mussten und ich als relativ unerfahrene Clickerin auch wenig Erfahrung damit hatte, rein durch positive Verstärkung solche Probleme zu lösen. Das war der Moment, in dem ich mir leider eingestehen musste, dass ich das Hufbearbeitungsproblem so nicht alleine lösen kann. Trainer gibt es hier in der Umgebung auch keine, also blieb nur eins: zurück zur Arbeit mit negativer Verstärkung, also pressure/release. Das widerstrebte mir einerseits zwar sehr, andererseits wollte ich auf definitiv kein Pferd, das losreißen als realistische Alternative sieht und Verhalten zeigt, das grundsätzlich für alle Beteiligten gefährlich werden kann. Meine Freundin, die die ganze Geschichte kannte, unterstützte den Gedanken, dass das so ohne guten Clickertrainer nichts wird. Da sie zufällig (und leider) eigene Erfahrung mit Losreißern hatte, haben wir uns eine Longe besorgt und ihm gezeigt, dass er nicht wegrennen kann. Meine Freundin hielt die Longe, ich nahm den Huf, er rannte weg. Aber leider war die Longe halt länger und meine Freundin sehr gut darin, gegenzuhalten, sodass er nicht sehr weit kam. Er zeigte sich sichtlich irritiert, stand aber fünf Minuten später brav wie ein Lamm. Bearbeitet haben wir die Hufe an diesem Tag schlussendlich nicht.

Daikiris Trainingsprogramm die kommenden Tage und Wochen bestand also aus Hufe geben, Hufe geben, Hufe geben. Hinterhufe waren ein spezielles Thema, denn er trat immer nach hinten aus. Aus Sicherheitsgründen übte ich das deswegen erstmal mit einem Strick, bis er das Treten aufgegeben hatte. Ein Problem bei der ganzen Sache war, dass ich Daikiri nicht anbinden konnte, weswegen wir auch das langsam in Angriff genommen haben. Die Fortschritte kamen nachdem es einmal Click gemacht hatte, extrem schnell. Unser Ziel war deswegen, die Bearbeitung der Vorderhufe nochmal in Angriff zu nehmen. Hinten wollten wir erst zu einem späteren Zeitpunkt probieren, da er mit "Fremden" an den Hinterbeinen noch größere Probleme hat. Die Bearbeitung klappte dann auch relativ reibungslos und ich war extrem glücklich. Leider sind die Hinterhufe nach wie vor nicht bearbeitet. Nicht, weil es nicht klappen würde (er gibt die Hinterhufe inzwischen toll), sondern weil es leider keinen Termin mehr gab, der meiner Freundin und mir möglich gewesen wäre. Da ich auch Monas Hufe selbst bearbeite, werde ich die Tage Schadensbegrenzung an Daikiris Hufen betreiben, ehe wir dazu kommen, sie ordentlich zu bearbeiten. Tatsächlich sehen sie aber nicht so schlimm aus, wie man vielleicht meinen könnte. Er hat sie sich sehr gleichmäßig abgelaufen.

Nachdem unsere neue Tagesroutine bei Holen, Füttern, Anbinden, Putzen und Hufe machen angekommen war, wollte ich endlich mal mutig sein und den Hof wenigstens ein paar Meter verlassen. Nach wie vor hatte ich im Hinterkopf die Angst, er könnte sich losreißen und auf und davon rennen. Auch hier kam mit vielen Wiederholungen Sicherheit meinerseits zurück, wirklich spazieren gehen habe ich mich allein dennoch nicht getraut. Es war schwierig, denn Daikiri schien sich offensichtlich zu langweilen und wollte kaum noch zurück in den Stall gebracht werden. Anfang Dezember ergab sich endlich die Gelegenheit mit jemand anderem spazieren zu gehen und Daikiri war mehr als nur vorbildlich. Er lief brav neben mir hier, war interessiert an der Umwelt, aber nicht schreckhaft. Auch ein vorbeifahrendes Auto konnte ihn nicht aus der Ruhe bringen. Ich war glücklich, Daikiri war zufrieden und so endete der erste richtige Spaziergang (nach fast 1 1/2 Jahren!) positiv für alle Beteiligten. Diese Woche am Mittwoch konnten wir den zweiten Spaziergang machen und Daikiri war wieder sehr brav. Einzig ein paar gefällte und eingeschneite Bäume verunsicherten ihn sichtlich. Er sah sie sich aber sehr tapfer an und ging auch brav daran vorbei. Es war leider sehr glatt und so sind die Pferde und wir regelmäßig gerutscht, was sehr nervig war. Wir waren etwa 20 Minuten spazieren und gingen die letzten Minuten dann getrennt von unserem Begleitpferd nach Hause. Davon ließ sich Daikiri gar nicht beeindrucken.

Spielerisch habe ich jetzt auch an der Aufstieghilfe mit ihm geübt. Er lässt sich davon nicht beeindrucken und ist sehr unerschrocken. Ich habe zwar nicht vor, ihn bald anzureiten (im Gegenteil, ich denke, es wird "erst" im Frühjahr 2020 so weit sein), aber es schadet ja nicht, wenn er all sowas schon mal kennenlernt. Im April nächsten Jahres soll er auch zu Mona an den Stall. Dort werden wir mit dem Training als Handpferd beginnen, damit er schon mal etwas Muskeln und Kondition aufbaut. Zusätzlich möchte ich im Sommer langsam mit der Gymnastizierung an der Hand beginnen. Vorwiegend möchte ich dabei Handarbeit im Schritt machen und im Laufe des Jahres auch das Longieren beginnen. Ich freue mich schon auf die kommende Zeit!

Das war jetzt eine lange Kurzfassung unserer letzten Monate. Die Fotos kommen noch, aber ich werde sie nachträglich reineditieren, weil ich irgendwie Angst habe, der Text könnte weg sein, wenn ich noch länger hier schreibe :D


Fotos von Mona

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Und Fotos von Daikiri

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Damit wären wir am Ende angelangt :)

P.S. Aus Gründen hat das Forum leider keine Lust, die Hochkant-Fotos auch hochkant anzuzeigen... Hochgeladen sind sie richtig und werden direkt auf der Seite auch so angezeigt. Weiß der Geier, was ich verkehrt mache.


Annso Weiblich
Beiträge: 1267
Registriert: Sa 10. Feb 2018, 17:22

Re: Time to shine

Beitrag von Annso » Sa 15. Dez 2018, 12:25

Mir gefallen vor allem die Freiarbeitsfotos sehr gut, sieht super harmonisch aus (mit beiden, wobei natuerlich mit Mona noch etwas mehr). Und auch wenn sie bestimmt ein klein wenig Gewicht verlieren kann sieht sie immer noch sehr sportlich fuer einen Haflinger aus!

Ich drueck die Daumen, dass mit Daikiri weiterhin alles halbwegs gut laeuft, finde deinen Plan sehr gut und finde es total angemessen, ihm so lange Zeit zu lassen mit dem Einreiten :)

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Alia Weiblich
Beiträge: 6279
Registriert: Sa 28. Nov 2015, 21:18

Re: Time to shine

Beitrag von Alia » Sa 15. Dez 2018, 19:41

Haha, schöne Bilderflut :D

Ihr habt wirklich eine richtig schöne Idylle bei euch :)

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