Wörter und Ausdrücke, die der (hoch)deutschen Sprache fehlen

Schon gewusst? "Blutlache" ist unter Zombies und Vampiren ein geläufiger Begriff dafür, wenn Exemplare ihresgleichen über einen Witz unangenehm laut und kräftig losprusten.
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Miss_Sunshine Weiblich
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Re: Wörter und Ausdrücke, die der (hoch)deutschen Sprache fehlen

Beitrag von Miss_Sunshine » So 7. Feb 2016, 09:32

Horni hat geschrieben:
Heizpilz hat geschrieben:
Horni hat geschrieben: außerdem brauche ich ein wort für das unangenehme gefühl, wenn man zu viel anhat, oder zb eine zu enge jacke über einen zu weiten pulli und das alles so zerknautscht unordentlich halt drückt. meine mutter hatte dafür ein wort erfunden, als ich herausfand, dass es das gar nicht in echt gibt, war ich sehr enttäuscht und jetzt will ich es mancmal sagen und denk.. ach ne.
Na sags schon, dann etablieren wir das!
wrommelig!
Wrommelig ist ja toll =P :]
Das wird umgehend in meinen Wortschatz aufgenommen! :D
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Knopfloch Weiblich
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Re: Wörter und Ausdrücke, die der (hoch)deutschen Sprache fehlen

Beitrag von Knopfloch » Sa 24. Sep 2016, 17:55

Ich finde (ist mir beim Erstellen des zugehörigen Threads aufgefallen), Bucket List hat keine gute Entsprechung im Deutchen, und Life Goal hat zumindest in meiner Welt eine andere Bedeutung als "Lebensziel", ersteres verstehe ich eher etwas als einen abhakbaren Punkt auf der Bucket List, letzteres eher als große Träume und Wünsche, wie man sein leben in Zukunft führen will.
Vielleicht kommt dieses unterschiedliche Verständnis bei mir durch das Internet, in dem öfter mal Trivialitäten mit "Life goal achieved!" o.ä. kommentiert werden. Gehts anderen bei den Wörtern auch so wie mir?

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Re: Wörter und Ausdrücke, die der (hoch)deutschen Sprache fehlen

Beitrag von Heizpilz » Do 21. Jun 2018, 12:21

"Eifach öppis" ist auch so ein guter schweizerdeutscher Ausdruck. Übersetzt halt einfach "einfach irgendwas", aber "einfach irgendwas" kann man ja nicht einfach so sagen. "Eifach öppis" wiederum kann man so als Bewertung für Dinge sagen, die schlecht und seltsam sind, man kann sie mit "eifach öppis" kommentieren und damit wird so eine ganze spezielle Art von Kritik ausgedrückt, für die man keine weiteren Worte hat :>

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Re: Wörter und Ausdrücke, die der (hoch)deutschen Sprache fehlen

Beitrag von morgenistmittwoch » Do 21. Jun 2018, 14:30

Also in meinem Freundeskreis sagt in dem Zusammenhang tatsächlich "einfach irgendwas" :D
Ich weiß aber nicht, ob sich das einfach bei uns so eingebürgert hat, oder ob das üblich ist.

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Remus Keine Angabe
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Re: Wörter und Ausdrücke, die der (hoch)deutschen Sprache fehlen

Beitrag von Remus » Do 21. Jun 2018, 16:19

gib mal ein beispiel, heizi :D kann mir das gerade nicht vorstellen

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Re: Wörter und Ausdrücke, die der (hoch)deutschen Sprache fehlen

Beitrag von Heizpilz » Do 21. Jun 2018, 18:13

Aufgefallen ists mir heute morgen, als ich einer Freundin eine ultraschlechte Masterarbeit gezeigt habe, die sie mit "eifach öppis" kommentiert hat. Das war da eine sehr treffende Bewertung :>

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Remus Keine Angabe
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Re: Wörter und Ausdrücke, die der (hoch)deutschen Sprache fehlen

Beitrag von Remus » Do 21. Jun 2018, 19:11

danke, verstehe :D

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Re: Wörter und Ausdrücke, die der (hoch)deutschen Sprache fehlen

Beitrag von Knopfloch » Sa 14. Jul 2018, 22:33

"-ish"

Das ist schon praktisch im Englischen, dass man mit so nem einfachen Suffix, dass man auch einfach mal so halb alleinstehend verwenden kann, so viel sagt wie "nicht ganz, aber ungefähr in der Art", und "-artig" oder "-lich"/"-isch"/"-ig" drückt, abgesehen davon, dass es wirklich nur als Suffix geht, bei weitem nicht so vielfältig aus, was "-ish" vermag zu bedeuten.


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Re: Wörter und Ausdrücke, die der (hoch)deutschen Sprache fehlen

Beitrag von Annso » So 15. Jul 2018, 07:05

Ich finde -ish auch super praktisch und bedauere, es im Deutschen nicht zu haben.

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Re: Wörter und Ausdrücke, die der (hoch)deutschen Sprache fehlen

Beitrag von Horni » Do 3. Jan 2019, 22:18

Mich nervt es hier so richtig, dass wir keinen Plural von Amerika haben. Im Spanischen kann man Americas sagen. „Nord- und Südamerika“ ist auf Dauer so nervig.

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Re: Wörter und Ausdrücke, die der (hoch)deutschen Sprache fehlen

Beitrag von Horni » Mo 19. Aug 2019, 21:21

Ich brauche im Moment oft die Übersetzung von moody (für die Beschreibung von Fotos), und „stimmungsvoll“ ist zu positiv und gleichzeitig nichtssagend und „düster“ etc zu negativ. Moody ist als Bildstimmung, -stil und -beschreibung gerade der letzte Shit, aber übersetzt kriege ich das nicht richtig :(

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Re: Wörter und Ausdrücke, die der (hoch)deutschen Sprache fehlen

Beitrag von Knopfloch » Mo 19. Aug 2019, 22:15

Mir fällt spontan auch nur noch sowas ein wie "atmosphärisch", "emotional [geladen]", "ergreifend", "romantisch", "mit besonderer Stimmung/Atmosphäre", "verträumt", was auch alles nur so mäßig auf Fotos passt...

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Re: Wörter und Ausdrücke, die der (hoch)deutschen Sprache fehlen

Beitrag von Heizpilz » Do 24. Okt 2019, 09:28

Gibt es ein hochdeutsches Wort für im-Sand-spielen? Auf schweizerdeutsch ist das "sändälä", mag ich :)

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Re: Wörter und Ausdrücke, die der (hoch)deutschen Sprache fehlen

Beitrag von Alia » Do 24. Okt 2019, 11:33

Nicht dass ich wüsste, irgendwie eine süße Idee <3 =)

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Re: Wörter und Ausdrücke, die der (hoch)deutschen Sprache fehlen

Beitrag von Knopfloch » Do 24. Okt 2019, 12:05

Deutsche spielen nicht im Sand, sie bauen Festungsgräben! :O

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Beitrag von Horni » Do 12. Dez 2019, 20:27

Zwei verschiedene Ausdrücke für „wir“ - einen, der den Zuhörer inkludiert und einen, der ihn exkludiert.

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Re: Wörter und Ausdrücke, die der (hoch)deutschen Sprache fehlen

Beitrag von Heizpilz » Do 12. Dez 2019, 21:08

Horni hat geschrieben:
Do 12. Dez 2019, 20:27
Zwei verschiedene Ausdrücke für „wir“ - einen, der den Zuhörer inkludiert und einen, der ihn exkludiert.
Ohja, das wär so praktisch!

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Re: Wörter und Ausdrücke, die der (hoch)deutschen Sprache fehlen

Beitrag von Remus » So 15. Dez 2019, 08:59

habt ihr deswegen öfter missverständnisse? ich finde, es geht ja meistens aus dem kontext hervor, welches "wir" gemeint ist.

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Horni Weiblich
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Re: Wörter und Ausdrücke, die der (hoch)deutschen Sprache fehlen

Beitrag von Horni » So 15. Dez 2019, 13:13

Remus hat geschrieben:
So 15. Dez 2019, 08:59
habt ihr deswegen öfter missverständnisse? ich finde, es geht ja meistens aus dem kontext hervor, welches "wir" gemeint ist.
Ja, dauernd. Als ich es geschrieben habe, sprach ich mit Freundin x: „Y fragte, wann wir Plätzchen backen.“
Ich und y? Ich und x? Wir alle drei?
(X dachte, ich meinte Y und mich, aber ich meinte X und mich)

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Re: Wörter und Ausdrücke, die der (hoch)deutschen Sprache fehlen

Beitrag von Heizpilz » So 5. Jan 2020, 08:43

Das Gefühl zwischen Reue und Enttäuschung, wenn man die ersten Bissen seinem in Restaurant bestellten Essen isst, und merkt, dass man sich doch fürs Falsche in der Speisekarte entschieden hat. Evtl. noch inkl. einer Spur Neid, wenn das Essen seiner Restaurantbegleitung besser ist.

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